Samstag 24. September 2005
Nach einer Vielzahl von Halts und Stopps in der Nacht kamen wir mit einer Stunde Verspätung um 13.00 in Livorno an. Trotzdem: Gemütlicher und angenehmer lassen sich die 1.400 Kilometer nicht bewältigen. Da die Bahn über größere Strecken direkt am Ufer lang läuft, waren schon die ersten Blicke bei strahlendem Sonnenschein und warmem Wind frühmorgens auf das Meer beeindruckend.
Nach dem Entladen der Motorräder ging es über schöne, sehr kurvige Sträßchen in der Toskana nach San Gimignano, einem etruskischen Städtchen mit vielen Gassen zum Bummeln und Staunen. Nach einem extrem leckeren Eis haben wir uns gegen 17.00 Uhr durch die Toskana auf den Weg nach Livorno gemacht, wo wir in der sehr lebendigen Großstadt noch eben eine Pizza zu uns genommen haben. Schon am Vorabend der Abfahrt konnten wir auf die Fähre, um dort die gebuchten Kabinen einzunehmen. Unsere Fährtickets wurden kontrolliert und wir wurden auf die Fähre gewunken. Als dann die Motorräder verzurrt waren, standen wir mit vollem Gepäck an der Rezeption, um uns die Kabinen zuteilen zu lassen. Schock! Falsche Fähre! Dieser Dampfer fährt nach Sardinien! Motorräder bepacken und schnell wieder runter auf die nächste, diesmal die richtige Fähre. Es war ein etwas eigenartiges Gefühl und wir fragten uns, ob wir hier richtig sind, denn außer einigen Mitgliedern der Crew waren wir die einzigen Passagiere an Bord und hatten für diese Nacht ein Schiff für uns allein.