Die Tour nach Spanien beginnt am ganz entspannt mit dem Reisezug ab Hildesheim nach Narbonne. Der Zug startet pünktlich um 16.50 Uhr in Hildesheim und rollt gemächlich in Richtung Süden. In einem Tunnel kurz vor Kassel ein etwas längerer Halt. Nach zwei Stunden meldet sich der Zugführer und berichtet von einer Signalstörung, so dass eine Weiterfahrt noch nicht möglich ist. Nach ca. 3 Stunden Halt im Tunnel geht´s endlich weiter. Wir erfahren dann, dass der Halt im Tunnel unser Glück war, denn im Frankfurter Raum hat ein Tornado seine Spuren hinterlassen, so dass die ganze Nacht kein Zugverkehr möglich war. Aber wir konnten noch rechtzeitig um Fulda umgeleitet werden, so dass wir dann am nächsten Tag mit nur dreistündiger Verspätung in Narbonne bei angenehmen 30 Grad im Schatten angekommen sind. Unser erstes Hotel war in Andorra vorgebucht, so dass wir uns mit der Anreise über den mit 2.600 Meter höchsten asphaltierten Pyrenäenpass trotz der Verspätung etwas Zeit lassen konnten.

Am Freitag führte uns die Strecke über kleinere Straßen auf der spanischen Seite der Pyrenäen nach Sabinanigo, wo das nächste Quartier vorgebucht war. Ein Ort, wirklich nur zum durchfahren.

Samstag die Weiterfahrt um Pamplona, Estella nach Vitoria Gasteiz, wo wir am Abend vorher Zimmer im Holiday Inn gebucht hatten. Ein neues Hotel im Gewerbegebiet. Die Zimmer waren ok. Aber an Essen zu kommen, war ein Abenteuer.

Sonntag führte uns die Strecke weiter über kleinere Straßen nach San Vicente an der Costa Verde. Das Hotel hatten wir ebenfalls am Vorabend für zwei Nächte vorgebucht und vor Ort um einen weiteren Tag verlängert. Hier konnte jetzt jeder selbst entscheiden, ob er Tagestouren in die nähere und weitere Umbebung machen möchte oder lieber Ruhepausen einlegt. Das Wetter war an der Küste regnerisch, aber schon wenige Kilometer im Landesinneren war es sonnig und warm, so dass die Tagestouren durchweg trocken waren.

Am Mittwoch begann der Rückweg nach Oloron-Ste-Marie, wo wir noch zwei Nächte eingeplant hatten. Ein altes Gemäuer mit kleinen, gemütlichen Zimmern und einer excellenten Küche! Der Tagesausflug am Donnerstag führte uns wieder über kleinste Straßen und zwei Pässe auf die spanische Seite der Pyrenäen und endete mit einem viel zu guten Abendessen mit dem Einen oder anderen Fläschchen Wein… Nach dem Frühstück am Freitag hat sich Ralph auf direktem Wege auf den Heimweg gemacht, weil am Sonntag noch Arbeit zuhause wartete. Gertrudis und Manfred haben sich nach der nächsten Übernachtung in Chalon-s-Saone über (noch) kleinere Straßen bis nach Nancy durchgeschlagen, Karl-Heinz, Helga und ich haben es bis „zum Schwan“ in Idar-Oberstein geschafft.

Eine schöne Tour mit beeindruckenden Landschaften und vielen kurvigen Straßen geht nach 4.500 gefahrenen Kilometern zu Ende.

Text und Bilder: Rolf

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