Die Alpen - Tour der Superlative und extremen Gegensätze

Donnerstag, 23.09.2004

Die Nacht war wider erwarten ruhig. Da die Motorräder in der Garage abgestellt werden konnten und das Frühstück das Beste des ganzen Urlaubes war, ist dieses Hotel trotz der rustikalen Ausstattung eine Empfehlung wert. Weiter ging´s durch das sehr warme Aostatal über den kleinen und anschließend großen St. Bernard. Die beiden Pässe waren schlicht atemberaubend; eine wilde Natur. Weiter in Richtung Martigni war zu entscheiden, ob der Rückweg über den Schwarzwald oder über die Schweiz mit ihren Pässen erfolgen sollte. Da die Rückkehr nach Hannover erst am Montag Mittag geplant war und somit noch genug Zeit da war, haben wir uns für die Weiterfahrt in der Schweiz entschieden. Also los, in Richtung Mont Blank. Der Berg war zu sehen; allerdings von Wolken umgeben. Macht nix, is ja noch warm. Die weitere Strecke führte auch über kleine Nebenstrecken Richtung Brig, wo es anfing zu regnen. In Fischen, ein kleines Nest vor dem Furkapaß, haben wir Quartier bezogen und den Wetterbericht studiert. Demnach war für Freitag Regen zu erwarten, mit Wetterbesserung ab Samstag.

Freitag, 24.09.2004

Es hat die ganze Nacht geregnet. Nach Wetterbericht war dieses eine Kaltfront mit Schneefall bis runter auf 1.300 Meter. Prost, kann ja heiter werden. Nach kurzer Beratung haben wir uns verabredet, zunächst über den Furkapaß (2.431 m) zu fahren und anschließend weiter zu entscheiden. Es war nebelig mit abwechselndem Schneefall und Sonne. Und kalt. Aber eine Aussicht über die schneebedeckten Berge, unglaublich. In 4 Tagen von 30 Grad im Schatten auf jetzt unter Null. Brrrr.

Nach dem Furkapaß stand die Entscheidung an, wie es weitergeht. Günter wollte nicht weiter frieren und hat auf direktem Wege die Heimfahrt angetreten. Wolfgang hat trotz seiner Erkältung bis zum Flüelapaß wacker durchgehalten. Nachdem hier der Schneefall immer stärker wurde, hat sich auch Wolfgang zur direkten Rückreise entschieden. Ralph und Rolf wollten weiter in Richtung Meran, wo ja bekanntlich immer gutes Wetter ist. Da der Flüelapaß (2.383 m) für Motorräder schon fast nicht mehr befahrbar war, haben wir von dem folgenden Ofenpaß mit seinen 2.149 Höhenmetern Abstand genommen und den Weg zum Reschensee eingeschlagen.

Übernachtung in Reschen.

Samstag, 25.09.2004

Frühstück um 08.00 Uhr. Schneefall. Berge weiß. Rückfahrt!! Von Reschen bis Deutsche Grenze Schneefall (Unglaublich, und das im September). Von dort bis Ulm Regen wie aus Kübeln. Bikers Traum. Heißen Kaffee rein, in trockene Klamotten wechseln, weiter. Hannover um 18.00 Uhr erreicht. Urlaub zuende. Schade, trotz des Wetters zum Schluß.

Text & Bilder: Rolf H