Urlaub am Gardasee

Dienstag, 31. Mai

Das Wetter hat sich geändert. Zwar scheint immer noch die Sonne, aber dazu bläst ein kräftiger Wind über den See. Macht nichts, wir haben in den letzten Tagen genug geschwitzt.
Unser Weg führt uns über Gargnano hoch in die Berge nach Navazzo. Von dort aus führt eine schmale Straße in nicht enden wollenden Kurven an den Talsperren entlang. Ich weiß nicht warum, aber mit dieser Straße stehe ich auf Kriegsfuß. Egal ob als Sozia oder Fahrerin, mir wird hier speiübel. Es ist nicht so, daß ich die Strecke nicht mag, sie ist wirklich schön zu fahren und anzusehen, mir wird nur einfach schlecht.
Von hier aus fahren wir am Idro See vorbei. Lange halten wir uns nicht auf, denn Holger möchte gern den Tremalzo Paß hoch und auch wieder runter, denn die Rückseite des Passes ist ein Schotterweg und Naturschutzgebiet und somit für Motorräder gesperrt. Der Paß ist sehr schön zu fahren und es sind nur sehr wenige Mountainbiker unterwegs. Etwa auf halber Paßhöhe befindet sich allerdings eine Baustelle und ziemlich plötzlich findet man sich in einer Schotterpassage wieder.

Ein Blick in die Hotelanlage.
Schnell noch ein Foto.
Idro See

Der Blick auf der Paßhöhe ist spektakulär. Ringsherum ein wunderschönes Bergpanorama und im Hintergrund der Gardasee. Oft starten von hier aus Paraglider, aber heute sind keine hier.
Nachdem ich den Tremalzo hinter mich gebracht habe, bin ich entschlossen, nach der Mittagspause ins Hotel zurückzufahren, mir reicht es für heute.
Unsere Pause machen wir am Ledro See. Obwohl es nicht so heiß ist wie in den letzten Tagen, zieht es die Härtesten ins kalte Wasser. Meine Tochter ist natürlich dabei, wo ein Tümpel ist, muß sie rein.
Die Pause tut meiner Fahrlaune gut und ich beschließe, die Tour zu Ende zu fahren.

Ledro See
Und wieder ein Picknick, dazu noch Badespaß.
Satt, nur nicht einschlafen.

Wir kehren durch den Tunnel bei Riva an den Gardasee zurück. In Limone geht es erneut hoch nach Tremosine, die "gemeine Tornante" fordert diesmal kein Opfer. Diese Strecke führt uns weiter über kleinste Straßen, durch Schluchten und Berge. Kurven und Kehren sind nicht mehr zählbar.
Bevor wir in der Nähe von Gargnano wieder ins flache Land kommen, halten wir über Tignale an einem Aussichtspunkt, ca. 350 m über dem Gardasee. Der Blick auf den See ist toll, Autos und Schiffe sehen aus wie Spielzeug. Leider sehen wir auch die Wolkenbildung und entschließen uns, zum Hotel zu fahren.
Als wir uns am Pool wieder treffen fehlt Willi. Bernd berichtet, er konnte es vor Hunger nicht mehr aushalten und ist in Salo noch zu Fleischer und Bäcker abgebogen.
Wir erwarten Heinz. Entweder in Person oder wenigstens einen Telefonanruf, ob er noch zu uns stößt. Als wir beim Abendessen sind, ist er dann plötzlich da. Heinz hat nach jahrelanger Pause die 13 Stunden zum Gardasee tatsächlich in einem Rutsch geschafft. Autobahnen waren eben schon immer seine Stärke. Wir freuen uns, daß er hier ist. Der Abend endet, wo er immer endet, an der Bar.

Tremalzo Paß
Aussichtspunkt bei Tignale.
Kinderanimation, Jana war ganz verrück drauf.