Urlaub am Gardasee

Montag, 30. Mai

Auch heute scheint schon um 6.30 Uhr die Sonne. Jana verschont uns, und so können Holger und ich bis 7.30 Uhr im Bett bleiben. Nach einem ausgedehnten Frühstück Starten wir unsere heutige Tour. Die erste Teiletappe führt uns in einen Supermarkt, denn Holger hat für die Mittagspause ein Picknick vorgesehen. Unser Weg führt uns weiter über die Gardesana Orientale in Richtung Garda. Ich finde die Ebene hier am südlichen Ende des Gardasees ziemlich häßlich und bin froh als wir in Garda in die ersten Ausläufer des Monte Baldo einbiegen. Kurze Zeit später besuchen wir die Kriegsgräber Gedenkstätte aus den zweiten Weltkrieg in Costermano. Hier findet man 22000 gefallene deutsche Soldaten. Es ist somit der größte deutsche Soldatenfriedhof in Europa. Über die erste kurvige Strecke des Tages erreichen wir die Wallfahrtskirche Madonna della Corona. Eigentlich erreichen wir nur den darüber liegenden Ort. Um zur Kirche zu gelangen folgt man dem Leidensweg oder der Abkürzung über eine Treppe mit 450 Stufen.

 

Deutscher Soldatenfriedhof.
Eine top gepflegte Anlage.
Jana hat auch Kerzen angezündet.
Felsenkirche

Der Weg lohnt sich. Die Kirche liegt wie ein Schwalbennest an den Berg geschmiegt, die Wand hinter dem Altar ist roher Fels. Man kann den Blick über das Etschtal schweifen lassen. Vor ein paar Jahren hatte Regina an gleicher Stelle die Eingebung, das Rauchen aufzugeben. In der Hoffnung auf Wiederholung hat sie mich gebeten, eine Kerze für sie anzuzünden, das habe ich gerne getan. Weitere Kerzen brennen nun auch für uns und unsere Reise. Nachdem Holger und Rolf den engen Leidensweg auch noch mit den Motorrädern ausprobiert haben (Erkenntnis: die GS ist wendiger als die K ), geht's weiter den Monte Baldo hinauf zum Picknickplatz.

Nun müßt ihr noch die vielen Stufen wieder hoch zum Parkplatz.
Ralph steck du erst eine Kerze an, ich überlege noch für wen.
Wasser, nur noch Wasser. Nie wieder so viele Stufen.
Picknick, Holger das war eine gute Idee.

Wir machen eine ausgedehnte Mittagspause, bevor wir auf ziemlich schmalen und kurvenreichen Straßen den Monte Baldo überqueren. Der Monte Baldo ist immer einen Abstecher wert. Die Straßen haben zum größten Teil keine Leitplanke und führen quasi direkt in den Abgrund. Das, und die ständige Frage, ob hinter der nächsten Kurve Gegenverkehr kommt, stellt hohe Ansprüche an die Fahrer. Die Landschaft stellt einen Wechsel zwischen schroffen Bergen und sanften Almwiesen dar. Also, ein Besuch des Monte Baldo gehört definitiv zum Pflichtprogramm eines Gardaseereisenden.
Ich meckere über das angeschlagene Tempo, Holger scheint eingeschlafen zu sein.. Die Abfahrt wird jetzt zügiger und ich kann mich besser mit meiner neuen R auseinandersetzen. Der geplante Stadtbummel in Malcesine wird bei 34 Grad ersatzlos gestrichen.In Torri del Benaco wollen wir mit der Fähre nach Maderno übersetzen. Holger hat den Fahrplan vor sich und da wir noch reichlich Zeit haben, schleichen wir im Bummeltempo über die Gardesana Orientale. Vor uns stinkt ein Bus ziemlich heftig, aber ich kann Holger nicht zum überholen animieren. Rolf stöhnt über die hohen Ausgaben und sieht den Club vor dem finanziellen Ruin. Als wir gegen 18 Uhr unser Hotel erreichen, stelle ich zufrieden fest, daß ich meine Handlingprobleme fast im Griff habe. Wir haben heute keine Verluste zu beklagen und die Meisten freuen sich auf ein Bad im Pool oder im See. Im Moment klingt ein sehr gelungener Tag an der Bar aus.

Wurst über den Daumen und eine lauwarme Buttermilch, hat auch geschmeckt.
Die Stiefel, wenn sie nur nicht so schwer wären.
Auf der Fähre, 34° und ein leichter Wind.
Power ohne Ende.
Willi hat gut lachen, es war ein schöner Tag.
Damenpool