Norwegen im Sommer

Donnerstag, 30. Juni 2005

Es ist mal wieder so weit, endlich geht es auf Reisen (wann sind wir doch noch mal vom Gardasee zurückgekommen?)
Auf nach Norwegen. Unsere Reisegruppe besteht diesmal aus den Tourenguides Jochen und Frank, als Mitreisende Claudia, Heike und Martin, Birgit und Gerd, Friedel und sein Sohn Rüdiger, Dietrich, Rolf, Holger und mir.
Ich bin schon sehr gespannt, in meinem ganzen Leben war ich noch nie nördlicher als in Flensburg. Wir starten sehr entspannt um 10.00 Uhr mit 11 Motorrädern und 13 Personen. Der Weg führt uns schnurgerade auf der A7 nach Flensburg. Ich kann mich kurz fassen; die Bahn ist frei und wir kommen ohne Zwischenfälle an die dänische Grenze.
Hier verlassen wir unter Jochens Führung die Autobahn und fahren nun über Land weiter. Da ich noch nie hier war, schildere ich jetzt meinen ersten Eindruck von Dänemark: es ist flach, nein, eher platt. Die höchste Erhebung ist ein Deich, der ab und zu auftaucht. Die Strasse ist ganz gerade, nur Kreisel bringen Kurven mit sich. Aber ich habe auch gutes zu sagen: Alles, was ich sehe, ist super gepflegt, alle Häuser und Höfe sehen frisch renoviert aus, jeder Garten ist in Ordnung. Aber viele Menschen oder Leben auf der Strasse sehe ich nicht.

Das ändert sich erst in einem Ort mit dem seltsamen Namen Nr. Nebel. Hier sind Geschäfte geöffnet und Menschen bummeln durch die Strassen. Der Tourismus beginnt hier. Auch die Landschaft verändert sich. Wir fahren auf eine Landzunge und befinden uns in einer Dünenlandschaft. In den Dünen liegen verstreut wie Farbkleckse lauter bunte Holz Ferienhütten. Außerdem findet man immer wieder wunderschöne Reet gedeckte Backsteinhäuser. Es ist nicht so, dass ich es hier nicht recht schön finde, aber sorry an alle Camper, Ferienhausmieter und sonstige Dänemarkfans, von mir wird es voraussichtlich auch in Zukunft keinen ausführlichen Reisebericht geben.
Jedenfalls ist es so, dass Jochen uns ohne jegliche Schwierigkeiten zur Fähre nach Hanstholm führt. Nach dem einchecken bleibt noch reichlich Zeit für ein Abendessen im Hafen.

Das Verladen der Motorräder zieht sich hin, wir werden in kleinen Gruppen auf die Fähre gelotst, da die Motorräder hier neben den Autos geparkt werden.
Wir beziehen unsere Kabinen und erkunden nach dem Duschen noch das Schiff. Schließlich landen wir im Nachtclub, zahlen 5 Euro für ein Bier und lassen uns von einer mittelmäßigen Band die Ohren volldröhnen.
Gegen 1.30 Uhr landen Holger, Jochen und ich schließlich ziemlich müde in unserer Kabine. Die See ist ruhig und ich schlafe schnell ein, zumal die Jungs auch nicht zu laut schnarchen.