Norwegen im Sommer

Montag 04. Juli 2005

Die Nacht ist kurz, genau genommen endet sie um 3.45 Uhr. Freundlicherweise bekommen wir um 4.00 Uhr schon unser Frühstück und um 5.00 Uhr satteln wir die Motorräder. Die Fähre nach Dänemark fährt um 8.00 Uhr und eine Stunde vorher müssen wir verladen.
Die rund 100 km lange Fahrt nach Kristiansand führt uns an unzähligen Seen vorbei, über denen teilweise der Frühnebel aufsteigt. Ich sehe zum ersten Mal Elch Warnschilder, aber Elche natürlich nicht.
Wir sind früh im Hafen und müssen noch eine Weile auf das Einschiffen warten. Wieder werden wir in mehreren Gruppen verladen und Birgit und ich stehen mit Rüdiger alleine dar. Macht nichts, wir verzurren mit seiner Hilfe unsere Motorräder vorbildlich und treffen unsere Männer und der Rest der Gruppe bei unseren Plätzen wieder.
Nach 2,5 Stunden legen wir im dänischen Hirtshals an und begeben uns auf die Autobahn in Richtung ( wie ungewöhnlich! ) Süden.
Rolfs Frau Helga hat gestern Abend noch eine Unwetterwarnung durchgegeben, also haben sich Alle warm und wetterfest angezogen. Schnell stellen wir fest, dass es doch warm und trocken ist. Lediglich der Wind kommt unangenehm böig von der Seite.
Die Heimreise geht ohne Zwischenfälle zügig vorwärts, kein Stau hält uns auf und auch Hamburg und der Elbtunnel liegen bald hinter uns.
An der Raststätte Allertal verabschieden wir uns voneinander und Holger und ich sind um 19.00 Uhr zuhause.
Es ist jetzt also Zeit für ein Resümee. Ich habe unglaublich viele neue Eindrücke gewonnen.
Norwegen ist ein absolut faszinierendes Land. Es ist geprägt von Wasser, Wäldern und Felsen. Immer wieder trifft man auf Seen und große Waldflächen. Auf den Hochebenen weiden unzählige Schafe ( Holgers Theorie nach sind sie die Lieferanten für Norwegerpullover ). Die Landschaft wirkt fast überall ursprünglich und unberührt. Die Küste mit den zahllosen Fjorden und kleinen Inseln ist einmalig schön. Kleine, kurvige Strassen entlang der Küste und in den Bergen laden regelrecht zum Motorrad fahren ein. Ich bin sicher, wir waren nicht zum letzten Mal hier.
Das einzige, was eine Liebe auf den ersten Blick bei mir verhindert, ist das unbeständige Wetter. Ob der Sonne-Regen-Mix der uns begleitet hat, für diese Region typisch war, werde ich noch herausfinden. Wenn man nach Norwegen reist, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man in ein teures Land kommt. Hotels, Lebensmittel und Alkohol sowieso, sind sehr kostspielig.
Alles in Allem war es wieder ein toller Ausflug mit vielen netten Leuten. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Euch.
Last but not least vielen Dank Frank und Jochen, Eure Arbeit hat sich gelohnt. Hoffentlich machen wir so etwas bald wieder.