Am Samstag 14.10.06 war freie Tagesgestaltung angesagt. So gingen wir nach einem ausgiebigen Frühstück, mit einem größeren Teil der Truppe zu einem Stadtbummel in die kleine hübsche Fachwerk-Stadt Eschwege, die ich noch aus Kindheitstagen kannte. Ein anderer Teil hatte sich schon relativ früh Wolfgang Z. angeschlossen, der eine Tour durch die malerische Gegend führte.

Die Landschaft um Eschwege hat viele schöne Burgen und Schlösser und es gibt eine so genannte Märchenstraße, die sich über viele Kilometer erstreckt.

Nachdem wir die Stadt erkundet hatten, gingen wir gemeinsam in Richtung des idyllisch gelegenen Schwanenteichs und somit in meine früheren Gefilde, wo ich häufig meine Kindheit verbrachte. Es war für mich ein besonderes Erlebnis, auch das Haus und alles wieder zu sehen, wo ich damals vor ca. 30 Jahren so schöne Stunden verlebt hatte.

Wir gingen weiter an der Werra entlang und allmählich in die Stadt zurück, wo wir uns mehr oder weniger aufteilten, um nun auch in die Geschäfte zu gehen, um Bares loszuwerden.
Irgendwann waren nur noch Martina K. und ich übrig und wir gingen Richtung Hotel zurück. Auf dem Weg dort hin kamen uns zahlreiche Motorräder entgegen und mir fiel ein, dass ein Motorrad-Gottesdienst stattfinden sollte. Wir eilten ins Hotel, um evtl. auch daran teilzunehmen aber als wir ankamen, war überraschenderweise das Hotelrestaurant geschlossen und kein Biker von uns in Sicht, außer Willi, den ich dazu nötigte, mit mir zu diesem besonderen Ereignis zu fahren. Es waren hunderte von Motorrädern, wo wir uns mit einreihten und in Richtung Hohen Meißner fuhren. Am Straßenrand standen immer wieder Gruppen von Schaulustigen, die uns zuwinkten. Es war schon eine tolle Erfahrung. Auf dem Weg nach oben auf den Hohen Meißner wurde es leider immer nebliger, wir hatten kaum noch Sicht, so dass Willi und ich kurzerhand wieder umkehrten.

Wir aßen im Ort ein Eis und entschlossen uns spontan, meinen Onkel, bei dem ich früher meine Ferien verbracht hatte, im Seniorenheim zu besuchen. Die Überraschung der Wiedersehensfreude nach über 30 Jahren war gelungen und toll. Nachdem wir Erinnerungen aufgefrischt hatten, führte Willi meinem Onkel noch sein Motorrad vor, der begeistert war, da er selbst in Kriegszeiten einmal eine BMW gefahren hatte. Nach einer innigen Verabschiedung fuhren wir wieder ins Hotel zurück.

Inzwischen war das Abendessen gegen 18:00 Uhr fällig und alle trudelten allmählich wieder ein. Gerhard H. hatte seine Freundin Christine nachgeholt, die nun auch an unserem Wochenende teilnahm. Das 3-Gänge-Menü begann und zog sich äußerst stark in die Länge. Dafür war das Essen super und vom Feinsten und entschädigte uns für die Wartezeit.

Gegen 21:00 Uhr gingen die Meisten von uns in den Gewölbe-Keller, wo ein geplanter Oldi-Discoabend für uns organisiert wurde. Und wen trafen wir dort wieder? Es war ein Biker, den wir vorher erst beim Motorrad-Gottesdienst gesehen, später noch einmal zufällig kurz beim Eisessen gesprochen hatten und nun als unseren DJ für den Abend wieder trafen. Welch ein Zufall, die Überraschung war groß. Ein kleineres Grüppchen war zum gemütlichen Plausch oben im Restaurant geblieben.

Unser Disco-Abend in den "Katakomben" entpuppte sich als absoluter Wahnsinn. Die Stimmung war einfach Spitze. Ob es nun darum ging, sich zu "We will Rock you" von Queen auf die Knie zu schmeißen, um dann mit den Händen auf den Boden zu schlagen - die berüchtigten Bewegungen mit Willensschreien zu Andrea Bergs Song zu bekunden oder den Zirtaki, wo sich in unseren Kreis auch andere Gäste mit einhängten, durchzuhecheln, alle "Schandtaten" wurden durchgezogen. Es war einfach genial! Sonst seriöse Leutchen wurden aus der Reserve gelockt, flippten förmlich auf der Tanzfläche aus und tanzten plötzlich wie von der Tarantel gestochen. Paare wirbelten zum Foxtrott herum, Rock and Roll, Hard Rock, alles war dabei und wurde wild getanzt, das volle Programm. Es gab kaum noch trockene Oberbekleidung zu sehen. Es wurde viel gelacht und ich glaube es hat allen gefallen.
Super, Super, Super! So muss es sein! Ralf W. und seine Frau Gaby gaben eine Runde Sekt für uns alle aus, um auf den Abschluss der Saison anzustoßen. Vielen Dank noch einmal an die Beiden, für die liebe Geste. Irgendwann war auch dieser tolle Abend zu Ende. Auch der letzte "harte Kern" verschwand ins Bett. Willi und ich unterhielten uns noch ein bisschen mit den Freunden vom DJ, die in einer Nische saßen, dann gingen auch wir gegen 2:00 Uhr in unsere Federn.

Nach der Stärkung beim Frühstück am nächsten Morgen So. 15.10.06, sattelten wir wieder auf. Einige fuhren bereits vorher los, wir übrigen fuhren anfangs mit 11 Motorrädern hinter Wolfgang Z. her, der die Rücktour übernommen hatte. Es ging durch sehr hübsche, alte Örtchen und Gegenden, im schönen Hessenland, wo ich den Eindruck hatte, dass hier die Zeit stehen geblieben ist, wo nur Frieden herrscht, weit ab, vom hektischen Alltag.

Nach und nach verabschiedeten sich unsere Lieben von uns. Auch Willi und ich schlossen uns nach einer Rast an einer Tankstelle Gerhard, Christine, Frank und Martina Ka. an, um auf dem direkten Wege nach Hause zu fahren, während Wolfgang Z. das restliche kleine Trüppchen weiter durch die schönen Landschaften in Richtung Heimat führte.

Danke Wolfgang, für die schöne Tour.

Auch dem Wirt, Herrn Dickmann, vom Hotel-Restaurant zur Struth, sei ganz herzlich für sein Entgegenkommen und seine Mühe gedankt sowie dem DJ, für seine tolle Musik, die uns tierisch auf Trab gebracht hatte. Das Essen, der Discoabend, alles war sehr gelungen.

Es war wieder ein unvergessenes Wochenende mit euch Allen. Ich bin gespannt, ob und wann wir diese Stimmung wieder toppen können. Wir hoffen, dass es euch genauso viel Spaß gemacht hat wie uns.

Liebe Grüße Marion und Willi B.

Text: Marion
Bilder: Helmut, Willi,Gerd L.

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