Gedenkstätte Eschede

Der Gedenkstein mit dieser Inschrift steht oben auf der Ostseite der Brücke.

Mittwoch, 14:00 Uhr und unbeständiges Wetter, dennoch fährt eine Truppe von sechs Maschinen unter der Führung von Holger in Richtung Eschede. Abfahrt über den Messeschnellweg und B3 bis Ehlershausen, rechts weiter über die Kreisstraßen. In Altenhagen auf die Bundesstraße 191 nach Eschede. Zwischendurch hat es immer mal wieder einen Regenschauer gegeben, die Straße ist aber nie ganz trocken geworden.

Der Gedenkstein oben auf der Brücke
Ein Blick auf die Gedenkstätte

ir fahren über die neu errichtete Eisenbahnbrücke, auf der Ostseite steht ein riesiger Sandsteinquader mit einer Inschrift. Ein Blick nach Norden, unter uns in einer begrünten Fläche stehen Bäume, darin in der Mitte eine Art Klagemauer. Einundvierzig Stufen führen nach unten, ein seltsam geschwungener Weg zur Mauer. Blumen und eine Sitzgelegenheit aus Sandstein stehen davor. Eingemeißelt in die Wand alle Namen der getöteten Passagiere, mehrmals fallen mir drei gleiche Familiennamen auf, es sind Mütter mit Ihren noch kleinen Kindern. Ach ja die Bäume, ich habe sie nicht gezählt, es sollen 101 sein, für jeden toten Menschen ein Baum.

Welch eine Katastrophe!

101 Namen sind dort eingemeißelt
...ganze Familien sind darunter...

Tief beeindruckt verlassen wir Eschede in Richtung Beckedorf. In Sülze braucht mein Motor neue Nahrung. Holger lädt uns zu einer wärmenden Kaffeepause in ein Stehcafe ein. Celle wird von Holger fachmännisch umfahren, kurz vor Fuhrberg gab es einen Unfall in Richtung Fuhrberg und wir wurden zur B 214 umgeleitet. In Schwarmstedt, noch nicht ganz die A 7 erreicht, fing es an zu regnen, Ich dachte noch Holger würde eine Regenplane anziehen, aber er bog auf die A 7 ab. Nichts mit Regenschutz, ich bei meiner alten Gore Tex hatte schon eine Vorahnung was kommt. Es schüttete wie aus Eimer, nach einigen Kilometer stand meine Familienplanung unter Wasser, ich rutschte schon auf dem Bock hin und her. Holger hatte den Blinker Abfahrt Berkhof gesetzt, ich gab Ihm ein Zeichen für die Weiterfahrt. Ab Garbsen war plötzlich die A 2 trocken, trotzdem war mein erster Weg in den Keller, ich war nass bis in den letzten Spalt. Nach der heißen Dusche habe ich mich nach dem weiter gefahrenen Teil der Truppe erkundigt. Diese saßen schön entspannt im Lokal Waldkater, Frank K hatte sich auch noch dazugesellt.

Bilder & Text: Helmut