Eine Woche Sardinien

Sonntag, 24.09.2006

Die Fähre läuft superpünktlich in Olbia ein und schon um 7.05 Uhr haben wir festen Boden unter den Füssen. Wir steuern die erste Bar an und frühstücken erst einmal. Danach fahren wir in Richtung Norden und machen einen Abstecher an die Costa Smeralda. Unser eigentliches Ziel ist allerdings Capo d`Orso, wo wir uns seltsame Felsen ansehen. Der Felsen soll an einen Bären erinnern, aber auch sonst kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen.
Nach einer Klettertour und ausgiebiger Fotosession setzen wir unseren Weg zu unserem Hotel an der Ostküste fort.

Das Hotel Palmasera Village Resort liegt in Cala Gonone, einem kleinen Ort unterhalb von Dorgali der nur über einen Tunnel und eine einzige Strasse mit 7 Kehren zu erreichen ist.
Die Zimmer machen einen modernen und sauberen Eindruck und wir sind zufrieden. Da man weder im Zug noch auf der Fähre gut schläft, bleiben wir den Rest des Tages am Pool.
Auch das Abendessen ist gut und Wein und Wasser im Preis inbegriffen. Wir teilen uns spontan in Rotwein-, Weißwein- und Wassertrinker. Um 21.00 Uhr wird der Speisesaal geschlossen, aber die Kellner lassen uns sitzen und klönen. Der Ruf des Bettes ist schon bald sehr laut und vermutlich ist niemand mehr an der Bar gelandet.

Montag, 25.09.2006

In der Nacht hat es geregnet. Der Morgen sieht wolkig aus und über die Berge hinter unserem Hotel kann man sowieso nicht hinwegsehen.
Der Plan sieht eine lange Tour an die Westküste vor und in der Hoffnung auf stabiles Wetter wollen wir um 9.00 Uhr los. Die Laune wird aber schnell getrübt, also zumindest Rolfs Laune, denn aus einer nicht verschlossenen Tasche auf seinem Motorrad sind seine Regenkombi, ein Paar Handschuhe und sein Visier verschwunden. Saublöd, wenn man so in den Himmel schaut.

Wir fahren schließlich los. Frank führt uns über Dorgali durch das bergige Hinterland Sardiniens in Richtung Westen. Der Himmel verdunkelt sich zusehends und auch der Wind frischt auf. Häufig reißt aber auch die Wolkendecke auf, je nach dem auf welcher Seite der Berge man gerade ist. In der Nähe von Baressa steigert sich der Wind plötzlich zum Sturm und wir fahren schnell zurück in den Ort, wo wir in eine kleine Bar einfallen. Das wurde auch allerhöchste Zeit, denn schon sind wir mitten in einem heftigen Gewitter. Bei Capuccino warten wir auf eine Wetterbesserung und brechen die Tour schließlich ab, da nicht abzusehen ist, ob es noch mehr Regen gibt und Rolf nicht mehr vernünftig ausgerüstet ist.
Auf dem Rückweg streifen wir Nuori und sichten einen Ducati Laden, wo Rolf sich Ersatz beschaffen kann. Die dunklen Wolken verfolgen uns, aber wir entkommen und landen trocken im Hotel, wo der Abend ähnlich ausklingt wie der Letzte.