Eine Woche Sardinien

Dienstag, 26.09.2006

Raph will unbedingt eine Nuraghe sehen. Also gehen wir das an, denn niemand sollte glauben, der BMW Club interessiere sich nicht für die einheimische Kultur.
Es ist frisch heute und Rolf zieht beim ersten Stopp seine neue Regenkombie über. Die Strassen hier fressen die Reifen geradezu auf, speziell die der K sind deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden, das Seitenprofil ist schon etwas schwach.

In der Nähe des Ortes Barumini liegt das Nuraghendorf Su Nuraxi. Es handelt sich hierbei um eine der am Besten erhaltenen Nurghensiedlungen Sardiniens. Die Bauten datieren etwa auf 1500 v. Chr. Es liegt im Südwesten der Insel und ist, wie eigentlich alles, auf wunderschönen, kurvigen Bergstrassen zu erreichen. Wir nehmen an einer Führung teil und sind schwer beeindruckt.

Zurück wählt Frank den direkten Weg an die Ostküste, da aus Westen dicke Wolken aufziehen. Wir treffen auf unserem Weg endlich auch einmal auf gerade Strassen und eine Landschaft, die ein amerikanisches Flair hat. Nach einer kurzen Fotopause haben uns die Wolken eingeholt. Außerdem wird es hier immer schlagartig dunkel. 30 km vor unserem Hotel erwischt uns der Regen und in der Dunkelheit kommen wir nur noch sehr langsam voran.
Um 20.15 Uhr erreichen wir das Hotel uns stürmen direkt den Speisesaal.

Mittwoch, 27.09.2006

Heute wird die abgebrochene Tour zu Ende gefahren. Um den Weg etwas zu verkürzen, gehen wir zunächst auf die Autobahn Richtung Terralba. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung zum Golfo di Porto Pistis, einem traumhaften Strand mit einer großen Dünenlandschaft. Badesachen haben wir dabei und Holger, Frank und ich wollen uns in die Fluten stürzen. Rolf trifft am Strand auf eine Frau, die ihn vor der starken Unterströmung warnt. Wir merken das schnell selbst als Frank und ich uns im hüfthohen Wasser kaum auf den Beinen halten können. Rolf hält es im Wasser länger aus und wir erklimmen die Dünen.
Da das Wetter bestens und die Uhrzeit noch nicht weit fortgeschritten ist, fahren wir durch die Berge zurück. Wieder Kurven ohne Ende auf gut gepflegten Strassen fast ohne Verkehr.
Obwohl man hier kein hohes Stundenmittel fährt, sind wir doch früher als erwartet am Hotel und machen uns in kleiner Runde an eine Ortsbesichtigung. Viel los ist nicht in Cala Gonone, die Stadt ist klein, aber der Hafen ganz nett. Pünktlich zum Essen finden wir uns wieder im Hotel ein.
Später findet im Hotel ein Tanzabend statt, kleine Animateure schieben italienische Rentnerinnen über das Parkett. Zum Glück habe ich aber Ralph und muss nicht auf diesen Service zurückgreifen…