Eine Woche Sardinien

Donnerstag, 28.09.2006

Nach den langen Touren der letzten Tage lassen wir es Heute ruhig angehen. Wir brechen gemeinsam zu einer kurzen Tour in die Berge auf. Rolf äußert den Wunsch, früh ins Hotel zurück zu kehren, da sein Forderreifen inzwischen fast kein Profil mehr aufweist.
Nach einer Pause in einer Bar in einem kleinen Dorf, trennen wir uns. Rolf, Heinz und ich wollen ins Hotel, die Anderen fahren weiter. Holger ist unentschlossen, möchte mich aber begleiten und folgt uns kurz entschlossen.
Allerdings hat er dann doch keine Ruhe und macht sich allein auf die Suche nach dem Rest der Truppe.

Ich verbringe den Nachmittag am Strand und genieße die Sonne und das Meer. Als Holger am Abend wieder da ist, machen wir uns auf die Suche nach einem Mitbringsel für Jana. Später treffen wir Alle in einer Bar an der Promenade wieder.
Das Abendessen ist heute besonders gut. Die Vorspeisen werden durch Salami, Schinken und Käse ergänzt und neben Fisch sind auch Muscheln im Angebot. Wir schlagen also noch einmal richtig zu.

Freitag, 29.09.2006

Der letzte Tag auf der Insel ist angebrochen. Nach dem Frühstück wird gepackt und ausgecheckt. Das ist allerdings nicht so einfach, Holger soll 500,00 € und einen Capuccino bezahlen. Gut, den Capuccino bezahlen wir gerne, mehr aber auch nicht. An der Rezeption wird kein Deutsch und nur gebrochen Englisch gesprochen und so dauert es etwas, bis alles geklärt ist. Später stellt sich heraus, dass noch mehrere falsche Abrechnungen erstellt wurden. In Erinnerung ist mir Franks großer Durst, er soll 11 Wasser aus der Minibar genommen haben.
Irgendwann ist alles geregelt und wir können weg. Unsere letzte Tour führt über die üblichen kleinen Strassen an die Nordküste. Wir halten an einem einsamen Strand, machen gemütlich Picknick und Rolf kann noch einmal schwimmen gehen.
Weiter geht es nach Santa Theresa, vor wo aus man einen tollen Blick auf Korsika hat. Die Küste von Bonifacius ist durch die Klippen leicht zu erkennen.
Nun noch einmal Kultur. Auf meinen Wunsch hin besuchen wir das Grab der Giganten. Die Grabstätte bot 200 Menschen platz und ist auf 1800 v. Chr. datiert. Allerdings wirken die Bilder im Reiseführer eindrucksvoller als die Wirklichkeit.

Es wird langsam Zeit, Richtung Hafen zu fahren. Bevor wir zur Fähre kommen, wollen wir noch eine Pizza essen. Da es aber erst 18.00 Uhr ist, erweist sich dieses Vorhaben als schwierig. Schließlich finden wir einen sehr netten Wirt, der seinen Ofen für uns anwirft und bekommen eine wirklich leckere Pizza.
Frisch gestärkt geht es zum Hafen. Nach einer kleinen Ehrenrunde sind wir am Fähranleger und reihen uns zwischen all den anderen Motorrädern ein. Hier stellt sich heraus: wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich kann, und darum kann ich auch das Schild lesen auf dem steht: Ferry to Genova. Also wieder aufgesessen und weiter zur nächsten Fähre. Der Vorteil ist, hier hat das Verladen schon angefangen und wir können gleich hinein. Nachdem wir unsere Kabinen bezogen haben, warten wir an Deck auf das Auslaufen der Fähre. Nur noch kurz zieht es uns in die Bar, bevor wir uns in unsere Kabinen verteilen.