Eine Woche Sardinien

Samstag, 30.09.2006

Diese Fähre ist nicht so pünktlich wie die andere. Mit 30 Minuten Verspätung laufen wir in Livorno ein. Der Zeitplan ist heute etwas eng, 12.30 ist Verladung am Zug und wir wollen uns noch Lucca ansehen. Aber zunächst wird gefrühstückt. Wir finden eine Bar mit lecker Capuccino und Panini. So gestärkt geht's weiter. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir Lucca und finden auch schnell freie Parkplätze. Leider sieht ein Ordner alles ganz anders, wir stehen auf einem PKW Parkplatz. Hein und Rolf wollen noch nach Pisa und fahren los. Motorradparkplätze sind bald gefunden und wir starten einen Stadtrundgang. Eine Stunde bleibt uns und Ralph organisiert einen Stadtplan. Ganz in unserer Nähe liegt die Piazza Dell`Amfiteatro. Diesen berühmten Platz wollen wir sehen und machen uns auf den Weg. Die Altstadt ist wirklich sehenswert und auch die Piazza sehr hübsch.
Auf dem Rückweg kaufen Holger und Karsten in einem Delikatessengeschäft Verpflegung für die Zugfahrt.
Es ist höchste Zeit, zum Bahnhof zu kommen.
Am Bahnhof werden wir schon von Heinz und Rolf erwartet und kaum das ich meinen Helm abgesetzt habe, werden wir auch schon verladen. Nachdem wir die restliche Zeit im Bahnhof totgeschlagen haben, beziehen wir unsere Abteile. Bald machen wir uns über unserer Essen her. So lecker haben wir den ganzen Urlaub über nicht gegessen. Der Neid unseres Nachtbarabteils ist uns sicher. Später verschlägt es uns in den Speisewagen, wo wir noch gemütlich etwas essen. Die Nacht ist ungemütlich, aber immerhin bin ich in einem Nichtschnarcherabteil.
Gegen 9.30 Uhr sind wir zurück in der Heimat und fahren nach Hause

Was sonst noch geschah…

Bevor ich hier bissig oder sarkastisch werde, es war eine tolle Reise mit einer sehr netten Truppe. Dank an Rolf für die Organisation und besonderen Dank an Frank für die Tollen Touren. Alles lief weitgehend harmonisch ab und wir sind super miteinander ausgekommen.
Was jetzt folgt, sind Randbemerkungen.
Da war Rolfs Vorderreifen, den er vielleicht besser vor Sardinien ausgetauscht hätte. Der "profillose Rolf" ist ein ständiges Thema beim Essen. Wir haben uns bei Regenfahrten wirklich ein wenig Sorgen um ihn gemacht.
Die Sorgen hätte ich mir besser um mich selbst gemacht, denn am einzigen Tag an dem wir mal ein paar Kilometer geradeaus gefahren sind, übersehe ich die erste Kurve und parke mein GS platz sparend unter der Leitplanke ein. Niemand hat es gesehen, was dazu führte, dass sich Holger tierisch aufgeregt hat. Wäre er dabei gewesen, hätte er gesehen, dass für mich keine echte Gefahr bestand. Das Motorrad hat sich nur unter der Leitplanke verklemmt und war nicht so leicht zu bergen, sonst ist nichts passiert.
Und dann war da Heinz, der nicht gern läuft und sich immer bereit erklärt hat, auf die Motorräder aufzupassen. Leider übermannte ihn regelmäßig die Müdigkeit und Fotos beweisen, dass Diebe leichtes Spiel gehabt hätten.
Ach ja, allein unter Männern wurde ich genötigt ständig für Pinkelpausen anzuhalten. Kaum waren die Motoren aus, standen sie an den Hängen und pissten.

Text: Tanja
Bilder: Holger, Frank, Karsten

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