Scharnebeck statt Ratzeburg

Reisebericht BMW-Clubtour am 30.07.06
"Ratzburg" war angesetzt - gelandet sind wir in Scharnebeck

Teilnehmer:
Club:
Frank Kr., Elisabeth, Günter B., Jochen, Regina

Gäste: 1

Am Sonntag um 9.00 Uhr haben wir uns mit der kleinen Gruppe entschlossen den Weg nach Ratzeburg nicht zu machen, da die Witterung sehr schwül war und für den Abend Regen und Gewitter angesagt war. So war als neues Ziel ausgemacht das Schiffshebewerk in Scharnebeck, zumindest die Richtung wollten wir beibehalten.

So ging es los über die B3, in Schillerslage ab über Burgwedel, Fuhrberg in die Lüneburger Heide nach Bergen, Müden, an Uelzen und Lüneburg über kleinere Orte vorbei nach Scharnebeck. Den Motorradparkplatz leider verpasst und auf dem Autoparkplatz gelandet. War aber auch schlecht ausgeschildert.

..kurz eine Kaffeepause..
..hoch oder runter ist hier die Frage..

Das Schiffshebewerk in Scharnebeck ist ein sehenswertes technisches Schauspiel. Es ist ein Doppelsenkrechthebewerk, 1974 als das größte der Welt erbaut. Durch den Elbe-Seitenkanal und das Hebewerk wurde eine Verbindung geschaffen zwischen Elbe und Mittellandkanal. Der Elbe-Seitenkanal muss eine Höhe von 61 m überbrücken. Das geschieht durch die Schleuse bei Uelzen mit 23 m und das Schiffshebewerk Scharnebeck mit 38 m. Das heißt, das Hebewerk hat eine Hubhöhe von 38 m mit einer nutzbaren Troglänge von 100 m. Trogbreite 12 m, Wassertiefe im Trog 3,40 m. Ein Trog mit Wasser wiegt 5.800 t. plus Schiff. Die Fahrzeit beträgt 3 min. pro Hub- bzw. Senkvorgang. Angetrieben wird jeder Trog von 4 *160 KW Elektromotore.
Das technische Schauspiel ist so interessant, das man nicht merkt wie die Zeit vergeht. Es gibt sehr viel zu beobachten und so haben wir uns dort ca. 1 Std. aufgehalten. Im Anschluss gab es am Parkplatz noch eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken.

Zurück fuhren wir Richtung Bleckede und Hitzacker. Leider ist an Sonn- und Feiertagen ein Teil der Elbuferstraße für Motorradfahrer gesperrt. Über kleinste Straßen und durch kleinste Dörfer ging es nach Hankensbüttel. Dort im Otterzentrum nahmen wir noch eine kleine Erfrischung zu uns und sind dann über Celle Richtung Heimat gefahren.

Wieder einmal ein sehr schöner Tag mit Top-Motorradwetter und einer sehr homogenen Gruppe. Wir hatten viel Spaß miteinander.

Text & Bilder: Frank Kr.

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