Donnerstag ist ein Ruhetag

Donnerstag: 29.05.2008

Für Donnerstag haben wir einen Ruhetag eingeplant. Gisela und Helmut wollten im Hotel, bzw. im Ort bleiben, später sind beide im Auto mit Helga und Dietrich nach Spindleruv Mlyn gefahren. Helga und Dietrich wollten etwas wandern, Gisela und Helmut haben sich den Ort angesehen und was Gutes am Mittag gegessen.

Einige wenige hat es doch noch auf die Motorräder gezogen. Holger, Tanja und Johannes haben sich auf den Weg nach „Velke Hamry li“ gemacht (Koordinaten: N50 43.080 E15 18.003), dort hat der viel gelobte Motorradschrauber seine Werkstatt. Holger wollte sich dort seinen Koffer richten lassen, was ja auch gut geklappt hat.

Nach dem Abendessen sind alle wieder draußen unter den Sonnenschirmen gesessen.

Helmut


Der 2. Werkstattbesuch

Auch wir haben den freien Donnerstag praktisch genutzt. Da Claudia und Frank von den Fähigkeiten des tschechischen Zweirad Mechanikers restlos überzeugt waren, haben Holger und Johannes sich entschlossen, zumindest Holgers, nach dem kleinen Auffahrunfall, ramponierten Koffer richten zu lassen.
Unter Franks Führung suchten wir also die Werkstatt auf. Gestenreich schilderte Holger das Problem. Der Schrauber kannte sich gleich aus, baute ab was nötig war, richtete den Koffer und wandte sich der verbogenen Kofferhalterung zu. Schließlich ließ er über Handy ausrichten, es käme jetzt Gewalt ins Spiel und wer nicht zusehen wollte, sollte weggehen. Ne, wir waren neugierig und verfolgten gebannt den Einsatz der Brechstange. Nur ist so eine Touratec Kofferhalterung stabiler als ein Rahmen, denn nicht etwa der Halter hatte sich verzogen. Mit vereinten Kräften wurde aber auch dieser Schaden behoben.
Auch Johannes war nun ermutigt, sein Motorrad dem Fachmann anzuvertrauen. Bei ihm war ein deutlicher linksdrall spürbar. Es hatte sich ein Standrohr der Gabel verdreht. Auch hier bewies unser neuer tschechischer Lieblings Mechaniker viel Sachverstand und hat den Schaden schnell behoben.
Johannes hat umgerechnet etwa 25,- € für beide Reparaturen bezahlt- ich möchte gar nicht wissen, was es in Deutschland gekostet hätte.

Text: Tanja


Bericht von Elisabeth

Donnerstag, den 29.05.2008

Der heutige Tag steht zur „freien Verfügung“. Trotz vieler verschiedener Gedanken, wie man den Tag verbringen möchte, haben sich neun Gleichgesinnte für eine Fahrt zur Elbquelle und zur Schneekoppe zusammen gefunden. In gemütlichem Tempo geht es von Harrachov aus zum Ort Spindler Mühle. In der Nähe dieses Ortes entsteht aus mehreren Quellflüssen auf der Hochgebirgsalm (1386 m NN) die Elbe (Labe).
Wie überall muss man auch in Tschechien für touristische Ziele extra zahlen. Also stehen wir mit unseren Motorrädern vor einer Schranke und bezahlen „gerne“ für die Auffahrt zur Elbquelle. Am Ende dieser Strecke, kurz vor der polnischen Grenze, machen wir eine Pause und genießen den ersten Cappuccino des Cluburlaubs.
Unser nächstes Ziel, die Schneekoppe, liegt nicht weit entfernt. Wenig später kommen wir in Pec pod  Sniezkou an. Die kleine Gruppe wollte gerade zum Sessellift aufbrechen, als schon ein geschäftstüchtiger Taxifahrer mit seinem Kleinbus neben uns steht und uns auch gerne für ein Paar Euro direkt zum Sessellift fährt.
Der Sessellift bringt uns ganz ohne Anstrengung auf den höchsten Berg des Riesengebirges (1602 m NN).
Eine angenehme Temperatur, kaum Wind und ein herrliches Panorama erwarten uns. Nur die Bergbaude auf dem Gipfel wirkt etwas störend und ist wohl Geschmackssache.
Dank Sessellift kommen wir nach einer halbstündigen Fahrt wieder an der Talstation an.
Pünktlich zum Abendessen sind wir zurück und genießen das erste kühle Bier im Hotel.