Ginsengfarm

Los ging´s bei schönem Wetter 10:15 Uhr bei der BMW-NL. Es waren 9 Motorräder und 11 Personen, darunter ein Gast mit Sozia. Wir fuhren über kleine Straßen Richtung Fuhrberg, wo wir nach 1 Std. Fahrt unsere Pause machten. Von dort ging es dann weiter über Winsen, Meißendorf und über Osterholz bis Bockhorn. Überall blühte es in bunten Farben, einfach schön - Und wieder war eine Stunde vergangen – 13:00 Uhr – Ziel erreicht – die Flora Ginseng-Farm in Bockhorn. Schnell wurden die Jacken ausgezogen, denn es war sehr warm – Endlich!!
 
Anfangs erfrischten wir uns mit Getränken draußen am Tisch unter einem Sonnenschirm und warteten, bis die Dame Zeit für die Führung hatte. Als die Dame soweit war, spazierten wir zur ca. 10 Min. entfernten Ginseng-Plantage, die halbschattig, etwas wasserdurchlässig abgedeckt war, was auch so sein musste, damit die Pflanzen gut gedeihen. Vor den Ginseng-Pflanzen, die hügelich wie Spargel angebaut werden, blieben wir stehen. Uns wurde erklärt, dass die Ginseng-Pflanzen sehr empfindlich sind und wir nicht zwischen den Gängen gehen durften, sondern einen gewissen Abstand bewahren mussten, um den Wuchs nicht zu stören. Die Ginseng-Wurzeln sind nach 6 Jahren fertig gewachsen und werden geerntet, getrocknet und entweder als Wurzel verkauft oder als weitere Variante gemahlen und von einer kleinen Pharmafirma in Kapseln zu je 1 g gefüllt und verpackt. Diese Wurzeln oder Kapseln kann man nur ab Hof vor Ort oder per Versand bekommen. Es ist viel Handarbeit, Mühe und Aufwand vom Säen bis zum Endprodukt verbunden, alles biologisch angebaut. Die Flora Farm soll in dieser Größenordnung der einzige Lieferant von Ginseng-Produkten (wozu auch noch einige Pflege- und Kosmetikartikel zählen) europaweit sein. Beeindruckend fand ich auch den Hinweis, dass nach der Ernte das Feld 25 Jahre nicht mehr mit Ginseng bepflanzt werden kann und immer wieder andere Felder genutzt werden müssen. Die Ginseng-Wurzel soll die Organe reinigen und für zahlreiche Beschwerden hilfreich sein. Die sehr nette Dame hatte viel Geduld, uns alle Fragen zu beantworten, es ging dabei sehr lustig zu.
 
Wir gingen wieder zurück zu unserem Tisch, bekamen noch jeder ein leicht bitter schmeckendes Ginseng-Wurzel-Stückchen sowie einen Ginseng-Tee zum Probieren, durften die Tassen als Erinnerung behalten -  und aßen noch eine Kleinigkeit. Gestärkt und um viele Informationen reicher sattelten wir die „Hühner“ nee, die Motorräder ? und fuhren über Osterholz – Hodenhagen – Mellendorf nach Hause.
 
Es war für uns sehr interessant,  informativ und insgesamt ein schöner, sommerlicher Tag.

Marion

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