Eala Frya Fresena! (Seid gegrüßt freie Friesen!) Diese antworteten einst: "Lever dood as slaav".

Wir waren auf der Spur Klaus Störtebeckers und Gödecke Michels, auf den Spuren der Häuptlinge, der einstigen Herrscher, ihrer Burgen u. Schlösser, auf den Spuren der mächtigen Kirchen und deren wertvollen Orgeln, die wir dem Calvinismus verdanken. Auf den Spuren der Windmühlen, oft Galerieholländer, Krabbenkutter und des weiten Wattenmeers.

Unsere zünftige Unterkunft: eine Häuptlingsburg in Dornum, die Beningaburg. Dort treffen sich die Teilnehmer der Reise nach Anreise über die B6: Norbert, Dieter mit Frau, Günter mit Elisabeth, Rolf mit Frau, Reiner und meiner Wenigkeit. Regen ist fürs Wochenende angesagt, teilweise erwischt er schon die Anreisenden Gemeinsames Abendessen im Kaminzimmer, Halbpension ist nämlich gebucht.

Es geht los am 22.07., immer entlang der Küste Richtung Osten: Neuharlinger Siel, Carolinensiel. Die Straßen,für Motorradfahrer gewöhnungsbedürftig: Kurven nur nach Ansage heftiger Warnschilder, sonst schnurgrade endlos lange Straßen.Gedanken an eine schöne Harley Davidson kommen auf. Dann Jever, eine wichtige Stadt, die Geschichte: Edo Wiemcken und Tochter Fräulein Maria.

Dann Weiterfahrt nach Dangast, Zentrum der Maler der 30er Jahre des 20.Jahrhunderts. Leider auf der Weiterfahrt zunehmender Regen, Abbruch der Route. In der Krummhörn, in Rysum, einem schönen Warf-Dorf Station, Trocknen der Kleider, Reorganisation der leicht depressiven Stimmung. Mit Hilfe einer schönen Ostfriesentee-Zeremonie incl. Rosinenbrot.

Dann ob des Bindfäden-Regens Entschluß zur direkten Rückkehr "nach Hause". Am Abend besprechen wir, die Reise nach Groningen wetterbedingt am Sonntag fallen zu lassen. Dafür werden die vortags versäumten Ziele am Sonntag nachgeholt: Greetsiel,Pilsum mit Otto-Leuchtturm,in Rysum Matjes-Essen draußen bei schönem Wetter.

Dann die Kessselschleuse in Emden, das Ems-Sperrwerk in Oldersum, last, but not least die schöne alte Hafen- und Handelsstadt Leer. Sie nennt sich "Tor Ostfrieslands" und hat neben uralten Museumsschiffen im Hafen einen sehr reizvollen alten Stadtkern zu bieten, der schon sehr holländisch wirkt.

Bei Antritt der Rückreise am frühen Nachmittag stelle ich bei den Teilnehmern  eine gewisse Wehmut fest. Der Wunsch nach mehr war nicht zu verleugnen. Trotz widrigen Wetters war der Ausflug wohl doch was besonderes?

Leitung und Reisebericht Ralph; Fotos: Norbert und Reiner

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